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ID: 1 | Allgemeines | Text | DE | 6 KBytes | 29.12.1999
30368 mal gesehen | Wertung: 0.400 (149 Stimmen)

Frauen nerven im Bett

Mal abgesehen vom Sex: Frauen nerven im Bett! Wenn ich von der Erotik einmal absehe, haben mir Frauen im Bett nichts als Öžrger eingebracht. Mit Wehmut denke ich manchmal an die Teenagerzeiten zurück, in denen ich entweder allein und entspannt die Nachtruhe genoss oder nur vorübergehend mit einer Frau das Bett aufsuchte. Die Probleme fingen erst so mit Anfang Zwanzig an, als man das Nachtlager "wie Mann und Frau" teilte, sprich: vom Einschlafen bis zum Aufstehen.

Und da muss ich eine ganz bittere Bilanz ziehen. Nächte des Grauens ist noch untertrieben. Am Tage durchaus abgeklärte, zupackende und moderne Frauen mutieren angesichts von Federkern und Daune ausnahmslos zu verwöhnten, lebensuntüchtigen, egoistischen Zicken, wie ich jetzt an einigen Beispielen schlüssig beweisen werde.

Beginnen wir mit dem unerfreulichen Thema "Mücken". Vorweg muss ich sagen, dass ich im Sommer grundsätzlich ganz gern neben einer Frau liege, weil ich dann von Stechmücken verschont bleibe. Die stürzen sich immer auf meine Partnerin. Das ist bitter, tut mir persönlich auch wirklich leid, ist aber noch lange kein Grund, mich grob wachzujammern: "Ich bin völlig zerstochen." Mit einer Stimme, die im Grenzbereich zwischen Hysterie und Nervenzusammenbruch moduliert. Der Auftrag an mich, den männlichen "Sicherheitsbeamten" ist klar: "Steh auf und geh' Mücken jagen." Ich weiss nicht, warum Frauen selbst keine Mücken jagen, warum sie im Bett liegend den Späher machen, auf schwarze Punkte an der Decke deuten und "Da!" rufen. Ich weiss vor allem nicht, warum ich immer wieder gähnend, mit zerzaustem Haar und einer zusammengerollten Zeitung auf der Matratze stehe und auf Zuruf Tiere totschlage. (...)

Am liebsten liege ich in der Löffelstellung. Ich liebe diese Schlafposition, weil sie mich in dem Grundvertrauen in die Richtigkeit meines Daseins bestärkt.

Nun gibt es aber zahlreiche Frauen, die sich anfangs sehr anschmiegsam geben und leidenschaftlich "löffeln", sich aber, wenn es um die endgültige Schlafposition geht, als sehr hartleibig erweisen. Sie stossen sich mit der einen Hand von mir los, ergreifen mit der anderen Hand die eigene Bettdecke und verteidigen dieses Refugium mit erbitterter Gegenwehr. Und ich muss geduldig warten, bis die "Meine Decke gehört mir"-Autistin endlich in den Schlaf gesunken ist, und ich beginnen kann, vorsichtig robbend verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Wenn ich dann, nunmehr halbherzig löffelnd, in tiefen Schlaf gesunken bin kommt häufig schnell die nächste Gemeinheit. Ein brutaler Stoss, meist mit dem Ellbogen ausgeführt, trifft mich in die Seite. Ich schrecke hoch und höre eine schneidende Stimme: "Du schnarchst." So was würde ich nie tun. Ich finde es bezaubernd, wenn sie im Schlaf redet oder ein bisschen vor sich hinblubbert.

Nie würde ich mit dem Ellbogen stossen. Aber Frauen ist es ja egal, ob man frühmorgens einen wichtigen Termin hat. Nach der Tat sinken sie umgehend wieder in den Tiefschlaf, und ich liege mit tellergrossen Augen in der Dunkelheit und finde keine Ruhe.

Grauenhaft ist auch eine andere Variante der körperlichen Attacke. Da liegt man wohlig unter seiner Decke und ist am Wegnicken und dann kommen sie: kalt, eiskalt. Gefrorene Frauenfüsse schieben sich langsam und unaufhaltsam zwischen die männlichen Schenkel. Dort sollen sie gewärmt werden. Der Mann zuckt zurück, windet sich, versucht die Flucht, aber die weichen Gletscher unter der Decke sind stärker. Alle Frauen haben kalte Füsse! Alle! Und sie kennen kein Erbarmen. Stumm, aber fordernd kommen sie in der Nacht gekrochen und saugen Körperwärme im Gigawatt-Bereich ab. Schrecklich! Manchmal geben sie aber auch dann keine Ruhe, wenn man ihre Permafrost-Füsse enteist, das Schnarchen eingestellt und dem Löffeln entsagt hat. Denn dann haben sie was gehört. "Da ist doch jemand", raunen sie, "Da hat doch was geknackt" oder "Hörst du diese komischen Geräusche?" Die Botschaft ist erneut glasklar: Mann, pack dir einen hölzernen Kleiderbügel oder sonst eine behelfsmässige Waffe, wage dich in die dunkle Wohnung und vertreib den Einbrecher, so du einen findest. Klar, dass jeder Mann dem tiefverwurzelten Instinkt zum Schutze der Sippe folgt und in Socken und Unterhosen wie ein Depp im Dunklen umherstolpert. Um dann frierend und unverrichteter Dinge wieder zur (natürlich tiefschlafenden) Partnerin zurückzukehren.

Wer meint, mit dem Morgengrauen sei der Öžrger ausgestanden, irrt. Wie in einem Horrorfilm, der scheinbar seinen gruseligen Höhepunkt erreicht hat und dann noch mal entsetzlich zuschlägt. Die Rede ist von unterschiedlichen Schlafund Wachrhythmen. Ich arbeite eben bis in die frühen Morgenstunden und stehe folgerichtig nicht gerade mit den Hühnern auf. Kein Problem für den Alleinschläfer. Was aber soll ich mit einer Frau machen, die morgens um sieben kerzengerade nachfedernd im Bett sitzt, Langeweile hat, sich laut und vernehmlich reckt, gähnt, räuspert, aufdringlichen Körperkontakt sucht und am Ende gar flüssige Konversation fordert? (...)

Nachdem ich blutsaugende Insekten zur Strecke brachte, zum Dank dafür Ellbogen-Checks kassierte und unter die eigene kalte Bettdecke verbannt wurde, nach alldem reichte es mir irgendwann. Und zwar richtig.

Eines frühen Morgens wurde ich durch die Frage "Kannst du auch nicht mehr schlafen?" geweckt und herrschte die Frau neben mir rüde an: "Halt die Klappe und mach Tee!" Kurz danach fiel die Wohnungstür krachend ins Schloss, und ich musste mir den Tee selbst machen. Gibt es keine Hoffnung?

Doch, die gibt es. Ich habe nun ja jemanden kennengelernt. Und die ist anders! Sie ist anschmiegsam und kuschelt exzessiv. Ich darf in ihrer Gegenwart ausgiebig schnarchen. Wenn sie Geräusche hört, schaut sie selber nach dem Rechten. Mücken bringt sie mit geschickten Schlägen eigenhändig zur Strecke, und sie hat niemals kalte Füsse. Gut, sie ist vielleicht ein bisschen verspielt.

Aber welche Katze ist das nicht?

Benutzer-Kommentare

»ú´² schrieb am 07.05.2007 08:49:
abc
Nati schrieb am 20.01.2006 16:45:
Salü Jo dein Lebenslauf könntest du wieder mal ein bisschen Aktuallisieren, würde mich schon noch Interessieren ;-) *g* Liäbs grüässli us Bern Nati
mario schrieb am 06.01.2006 20:33:
super seite
Rockinger schrieb am 14.09.2005 14:58:
Deshalb liebe ich das Single-Leben in den eigenen 4 Wänden so sehr ;)
Dennis schrieb am 25.05.2004 16:56:
Ich find des einfach nur geil wie man sich an so lapalien hochziehen kann. Wenigstens sind deine eier noch heile
Natalie schrieb am 25.05.2004 01:41:
Eine sehr klare vorstellungen teilt der Herr mit den "lästigen" frauen ich bin aber vom Autor schon anders behandelt worden was die Decke anbelangt ;-) frierend neben Ihm erwachte und sagen musste warum passiert das mir ;-) ich denke dass nicht nur Frauen so sein können Männer und besonders der Autor kann dass sicherlich auch sehr gut *frechgrins* Nati [Antw. jvogel: Liebe Nati, vielen Dank fuer den Kommentar. Auch wenn ich deine mich bezuegliche Anspielung verstanden habe, muss ich doch zugeben, dass ich nicht der Autor dieses Texts bin. Eigentlich ist eh nichts auf dieser Website von mir - ausser die Website selbst. :-)]
paul schrieb am 24.10.2003 10:37:
lustig
Philil schrieb am 01.10.2003 10:51:
so true!
Cuulio schrieb am 26.08.2003 19:43:
Hi, Du armes Schwein
1. Gegen Mücken gibt es diese Dinger für die Steckdose. Ein Mann sollte Probleme effizient lösen. Wenn es uns Männer nicht geben würde, hockten die Damen noch immer am Steg und würden die Wäsche über ein Holzstück schlagen. Die Waschmaschine kam natürlich einem Mann in den Sinn. Vergiss das nie!
2. Wenn SIE die Alternative zum Schnarchen, nämlich getrennt schlafen akzeptiert. Schmeiße SIE sofort raus! Das wird ohnehin nichts.
3. ?Eisige Füßchen?: Stell Ihr doch vor dem Schlafengehen ein Fußbad hin. (Ein bisschen verwöhnen darf schon sein) Vielleicht ist dann später im Bettchen der territoriale Kampf nicht gar so schlimm.
4. ?Flüssige Konversation?: Mann ? hast Du Deinen fixen Samstag Nachmittag Termin ? oder was? Morgensex ist gut und der beste Start in den Tag ? vorausgesetzt man ist ausgeschlafen (zugegebener Weise)
Die Katze kann ja wohl kein Ersatz sein.

Grüße Cuulio
ernesto schrieb am 05.03.2003 21:50:
hey, jvogel sollte mich zum lachen bringen - nicht in die realitaet - meine katze heisst übrigens "kimba"
Rene Hirsch schrieb am 15.02.2003 17:23:
bussi bussi
Valery schrieb am 17.01.2003 11:34:
den typ frau nennt man in fachkreisen auch HANDTASCHENTRÄGER!!!
meistens können sie nur gut aus sehen, damit hat es sich dann leider auch. Schade, denn das ruiniert den ruf von uns ECHTEN FRAUEN :)

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